SalomeGoesRound

Wer glaubt auf über 4800m gibt es nichts zu erleben, der hat noch nicht vom Geysir “Sol de Manana” und den “Termas de Chalviri” gehört. Trotz der frostigen Temperaturen, zwei magische Orte, den Göttern so nah.

Weiteres Highlight unserer Tour war der Besuch der fünf Hochlandlagunen. Die Laguna Canapa, Laguna Hedlonda, Laguna Chiarkota, Laguna Honda und die Laguna Colorada, auf über 4200m gelegen, beeindrucken durch ihr ungewöhnliches Farbspiel und die artenreiche Flora und Fauna. Lediglich die Höhenlage und die damit zusammenhängende Kälte machen einem beim Vögel beobachten und fotografieren zu schaffen.

Auf dem Weg zu den fünf Lagunen liegt der aktive Vulkan “Tomasamil”. Natürlich haben wir hier eine Fotopause eingelegt!

Isla Incahuasi

Vom Mittagessen gestärkt ging es nach unserer Vulkanbesteigung (ok, wir sind nur bis zur Aussichtsplatform vorgedrungen) zur heiligen “Isla Incahuasi”. Berühmt für ihre zahlreichen Kakteen, von denen einige über 1000 Jahre alt sind, kann man auf einem Rundweg die verschiedenen Arten der stacheligen Pflanzen bewundern und vom höchsten Punkt die atemberaubende Rundumsicht auf den Salar geniessen.

Tag 2

Schon früh ging es zur Besteigung des Vulkans und zu den Mumien von “Alto Chullpas”. Schließlich hatten wir noch den ganzen Tag und viele Highlights vor uns.

Unsere erste Nacht im Salar haben wir in Tahua verbracht. Zwar fanden wir dort nur eine einfache Herberge vor, doch der spektakuläre Ausblick auf den 5400m hohen “Volcán Tunupa” und die erste Begegnung mit Andenflamingos hat uns mehr als entschädigt.

Salar de Uyuni - Die riesige “Salzpfanne”

DAS Highlight einer jeden Tour durch den Süden Boliviens ist die Durchquerung des weltgrößten Salzsees.  Das “Weiße Meer” beeindruckt den Touristen nicht nur mit seiner schieren Größe, sondern auch mit der Stille und den bizarren Formen und Strukturen die es im Salz zu entdecken gibt. Unzählige Jeeps bahnen sich hier täglich ihren Weg zu den verschiedenen Höhepunkten. Darunter die vermummten Arbeiter die mit Äxten das Salz in Blöcken aus dem See schlagen. Das Salz des Salar wird, mit Jod versetzt und verpackt, als Speisesalz verkauft. Desweiteren können aus Salz erbaute Hotels sowie die sogenannten “Ojos del Salar” besichtigt werden. Bei Letzteren handelt es sich um sprudelndes Quellwasser, von unterirdischen Wasserläufen gespeist, das an zahlreichen Orten durch die Salzkruste bricht.

4 Tage im Allradwagen durch den Süden Boliviens

Kurz entschlossen habe ich meine Sachen in La Paz gepackt, bin dem Smog der Großstadt und einem Anflug von Magenbeschwerden nach Oruro entflohen. Von dort aus ging es “in Style” mit dem Zug nach Uyuni. Uyuni gilt als Ausgangspunkt schlechthin für mehrtägige Touren durch den “Salar de Uyuni”, die “Isla Incahuasi” und zu den berühmten Lagunen.

Zu sechst haben wir uns Freitag mit unserem Fahrer, Ruben, auf den Weg gemacht die Highlights des Südens zu erkunden. Spannender und landschaftlich attraktiver hätte mein Bolivienaufenthalt garnicht enden können.

Zuerst führte uns die Route zum “Cementerio de Trenes”. An diesem bizarren Ort, nicht unweit von Uyuni gelegen, finden sich unzählige, ausgemusterte Güterzüge und Loks welche in der kargen Wüstengegend wie Skelette aus der Erde zu ragen scheinen.

Titikaka See - Isla del Sol

Solowanderung auf der Isla del Sol - Über das Alleinsein

Drei Busstunden von La Paz entfernt befindet sich der auf 3810m gelegene Titikaka See. Dorthin führte mich mein dieswöchiger Wochenendausflug. Nur mit leichtem Gepäck machte ich mich am Samstag aus La Paz auf den Weg um das bolivianische Copacabana und die “Isla del Sol” zu erkunden. Leider hatte ich keine Reisebegleitung ausfindig machen können und war somit solo unterwegs.

Die atemberaubende Landschaft und die unendliche Weite des Sees ließen mich dies jedoch für geraume Zeit vergessen. Erst als ich mich zu fortgeschrittener Stunde auf die Suche nach einer Unterkunft machte, musste ich schmerzlich erfahren, dass das Alleinereisen nicht nur Vorteile hat.

"Nein, für eine Person haben wir leider kein Zimmer. Haben Sie denn keine Freunde?" Diesen und ähnliche Sprüche musste ich mir mehrfach anhören, bevor ich endlich eine Herberge mit Einzelzimmer ausfindig machen konnte. Die Besitzer der Herberge waren dann doch etwas überfordert mit der schluchzenden Touristin, die ihnen versuchte zu erklären warum die Emotionen sie gerade in diesem Moment überkommen haben. Voller Verständnis taten sie ihr Bestes um mich zu trösten und schlugen mir vor, ich könne doch meine Freunde auf ein Glas Wein einladen. Herzlichen Dank, darin liegt ja das Problem!

Ausgeruht und mit besten Vorsätzen ging es am nächsten Morgen auf große Inselwanderung. Durch die Bewegung, die frische Luft und die fantastischen Aussichten konnte ich mich meinem Solo-Schicksal ohne emotionale Zusammenbrüche hingeben und nach vier Stunden mein Ziel im Norden der Insel erreichen.

Die letzten Tage waren eine Bereicherung für mein Reisedasein. Sie ließen mir nicht nur Zeit meine Gedanken zu ordnen sondern auch eine Liste aufzustellen, die ich hier gerne mit meinen Lesern teilen möchte.

Was das Alleinsein mit mir macht:

- es lässt mich meine eigenen Wege gehen

-es macht mich traurig

- es lässt mich weinen

- es lässt mich stark und reif erscheinen

- es macht mir Angst

- es bietet mir die Möglichkeit meinen Charakter zu stärken

- es ist ein beklemmendes Gefühl

- es bietet einen Rückzugsort

Auch wenn viele negative oder beklemmende Gedanken darunter sind, zeigt sich doch, dass meine Reise meine Persönlichkeit formt und stärkt. Die Tatsache des zeitweiligen Alleinseins ist meiner Meinung nach nur zuträglich, wenn es auch in dem Moment fast unmöglich erscheint Ruhe zu bewahren und den Augenblick so zu genießen wie er sich offenbart.